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Messdienergemeinschaft St. Nikolaus - Osternacht 2015
 
Am 4. April 2015 feierten wir die Osternacht, mit der das Osterfest als Höhepunkt des Kirchenjahres beginnt. In der Lichterfeier mit ihrer Symbolik gedachten wir der Auferstehung Jesu von den Toten.
 


Auf dem Vorplatz der Kirche wurde das Osterfeuer entzündet.
 

Es erhellt die Nacht und soll in den Gläubigen die Sehnsucht nach Gott, "dem unvergänglichen Licht", entflammen.



So hoffen die Gläubigen, mit reinem Herzen zum ewigen Osterfest in Gottes Herrlichkeit gelangen zu können.
 




Der Einzug, angeführt von der Osterkerze, zieht aus der Kirche zum Feuer auf dem Kirchvorplatz.
 




 

Die Gläubigen folgen dem Vorsteher und seiner Assistenz.



 




 




Nach der Segnung des Feuers wird die Osterkerze mit dem gesegneten Feuer entzündet.
 

Wegen des Windes musste ihre Flamme in diesem Jahr besonders geschützt werden.



Die Osterkerze symbolisiert, dass Christus glorreich vom Tod auferstanden ist. "Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen."
 

Nach dem ersten Ruf "Lumen Christi" (das Licht Christi) ziehen der Vorsteher, seine Assistenz und die Gläubigen in die Kirche.



In der Kirche war das Licht der Osterkerze an die Kerzen der Gläubigen weiter gegeben worden (zweiter Ruf "Lumen Christi").
Beim dritten "Lumen Christi" wurde die Osterkerze in ihren Ständer im Altarraum gestellt.
 

Danach verkündet der Diakon den Exsultet-Gesang, den großen Osterlob-Hymnus der Kirche, in dem sie Gott für die Auferstehung und die Erlösung preist und dankt.



"Frohlocket, ihr Chöre der Engel, frohlocket, ihr himmlischen Scharen, lasset die Posaune erschallen, preiset den Sieger, den erhabenen König! Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe! Licht des großen Königs umleuchtet dich. Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel. … Gekommen ist das heilige Osterfest, an dem das wahre Lamm geschlachtet ward, dessen Blut die Türen der Gläubigen heiligt und das Volk bewahrt vor Tod und Verderben. Dies ist die Nacht, die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben, scheidet von den Lastern der Welt, dem Elend der Sünde entreißt, ins Reich der Gnade."
 

"Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg. Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet. O unfassbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin! ... O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden! O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten."



"Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der Tag, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“ Der Glanz dieser heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten. … O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet!"
 

Zum Gloria werden auch die übrigen Kerzen entzündet.



Das Kreuz, das in den vergangenen Wochen der österlichen Bußzeit verhüllt war, steht den Gläubigen wieder unverhüllt vor Augen - an den Tagen von Leiden, Tod und Auferstehung, die eine einzige Feier bilden, sehen die Gläubigen das Kreuz mit anderen Augen.
In ihm erstrahlt ihnen die Gewissheit, dass Gottes Heilszusage keine leere Floskel ist, sondern dass er sie wirklich Tod-ernst meint.
 

Ostereier stehen bereit, die am Ende der Messe gesegnet werden. Mit der Feier der Osternacht endet auch die Enthaltsamkeit während der Fastenzeit. Als Zeichen dafür, dass diese Zeit nun zu Ende ist und dass mit der Auferstehung eine bessere Zeit beginnt, erhalten die Gläubigen ein gesegnetes Ei.



Das Osterfeuer ist herunter gebrannt, wird aber erhalten, bis die Gläubigen nach der Messe auf dem Vorplatz zum Osterwein zusammen stehen.
 


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